40 Künstlerinnen und Künstler stellen „Kunst im Quadrat“ aus.
Die Künstlerinnen und Künstler, alle Mitglied im Kunstverein zu Frechen, stellen ihre Arbeiten aus unter dem Titel „Kunst im Quadrat“. Dieser Titel verweist auf die spezielle Konzeption der Ausstellung. Jeder Künstlerin, jedem Künstler steht eine Fläche von einem Quadratmeter bzw. eine quadratische Säule zur Verfügung, um die Arbeiten zu präsentieren.
So werden durch diese besondere Struktur die ganz unterschiedlichen Positionen des künstlerischen Schaffens umso deutlicher. Auch stellt natürlich die Festlegung auf ein äußeres Format eine besondere Herausforderung an die künstlerische Arbeit dar.
Der Betrachter darf gespannt sein auf ein weites Spektrum von Zeichnung und Malerei über Grafik, Skulptur und Objekt bis hin zur Fotografie.
Die Künstler
| Angelika Ahrens - Malerei |
Angelika Kissing - Skulptur |
| Hardy Biermann - Malerei |
Helga Klußmann - Malerei |
| Anne Bölling-Ahrens - Fotografie, Malerei |
Michael Krüger - Malerei |
| Uschca Calles - Keramik |
Virginia Linnemann - Malerei |
| Edith Dahm - Malerei |
Anja Metelmann - Fotografie |
| Utta Decker - Malerei |
Leopold Peer - Malerei |
| Dietrun Heide Diels - Keramik |
Gabriele Pier - Malerei |
| Alexa Eggers - Malerei |
Sabine Puschmann-Diegel - Keramik |
| Maria de Fatima Hoffmann - Malerei |
Brigitte Reinert - Zeichnung |
| Ursel Fischermann - Malerei |
Roswith Ritterbach - Objekt |
| Hanni Fonger - Malerei |
Regine Schirmer - Malerei |
| Letitia Gaba - Malerei |
Angelika Schneeberger - Malerei |
| Monika Gimborn-Jochum - Objekt |
Theresia Schüppel - Malerei |
| Annette und Martin Goretzki - Fotografie |
Maria Segschneider - Malerei |
| Sybille Henning - Malerei |
Karola Stix - Malerei |
| Annette Jach - Malerei |
Gisela Tschauner - Objekt |
| Thomas Kalläwe - Malerei |
Elisabeth Vix - Keramik |
| Brigitte Kempers - Fotografie |
Günter Weidner - Malerei |
| Johanna Kempers-Walth - Aquarell |
Bele Wolf-Calles - Zeichnung |
| Rebecca Kim - Fotografie |
|
Pressestimmen:
Fotos von der Eröffnung
AUSSTELLUNG "WEITERGEHEN"
GISELA TSCHAUNER

Plakatabb.:
con spirito, 2009
90 x 120 cm, Öl und Acryl auf Leinwand
Ausstellungsdauer:
13. September - 04. Oktober 2009
Ort:
Alte Kirche, Buschbell
Wir danken für die freundliche Unterstützung:
Gold-Kraemer-Stiftung
GVG - Ihr Erdgas
Kulturstiftung der Kreissparkasse Köln
Schloemer Gruppe Düren
Das Schaffen Gisela Tschauners befindet sich in stetiger
Bewegung. Es gibt Unterströmungen und Verästelungen,
Entwicklungen laufen parallel und fließen vielleicht irgendwann
wieder zusammen. Zwar bleibt ihre Handschrift
unverkennbar, aber eine zwischen den verschiedenen
Techniken und Gattungen oszillierende Arbeitsweise
bestimmt geradezu ihren Stil. Mühelos wechselt sie
von der Grafik zur Malerei und zurück, verbindet beide
Bereiche in ein und demselben Werk, dringt mit ihrer
Vorliebe für Grobstoffliches wie Sand, dicken Lack oder
Teer ins Reliefhafte vor, sattelt die Fläche mit Hilfe eincollagierter
Folien, Gaze, Naturmaterialien ins Dreidimensionale
auf, macht aber auch hier noch nicht
halt, sondern setzt diese verdichteten Materialien zu
Objekten zusammen und vollzieht schließlich noch den
letzten Schritt, indem sie mit mehrteiligen Installationen
in den Raum hineingeht.

Schriftfragment, 2008
90 x 80 cm, Mischtechnik auf Leinwand
Für Gisela Tschauner fügt sich eins zum
anderen in einem experimentellen Arbeitsprozess,
dem sie sich mit allen Sinnen
öffnet. Erste spontane Setzungen werden
malerisch oder grafisch umkreist, manchmal
hervorgehoben, akzentuiert oder
auch im Gegenteil übermalt, überformt,
bis die unteren Schichten nur noch sacht
durchscheinen. Sie bleiben präsent als
Spur dessen, was bereits vergangen ist.
Die Schichtungen versinnbildlichen einen
Wachstumsprozess, der in seiner zeitlichen
Dimension nachvollziehbar ist. Das Hier
und Jetzt wird als historischer Moment
verortet. Häufig sorgen Ritzungen und Verletzungen
dafür, dass die unteren Schichten
wieder nach oben kommen, als ob sie sich
auf Dauer nicht bändigen ließen. Zwischen
dem Bildträger – Leinwand, Stoff, Folie
usw. – und dem Malmittel – Acryl, wasserlösliche
Ölfarbe, Tusche, Lack, Stifte –
werden neue Verbindungen und Bezüge
erprobt und wieder fallengelassen. Ist eine
tragfähige substanzielle Bildlichkeit hergestellt
und das Werk abgeschlossen, trägt
es schon den Keim für das nächste und
weitere Werke in sich. Daher ist das Arbeiten
in Serien nur folgerichtig:
Teilweise über Jahre hinweg entstehen so
zusammenhängende Zyklen, deren Vitalität
sich aus dem Kontinuum des schöpferischen
Akts erklärt.

Chanson
Buchobjekt, ca. 60 x 30 cm
In Tschauners Kosmos wird das Erleben
der naturhaften Prozesse eingebunden in
eine Sprache, die sich ihrer kulturellen
Wurzeln bewusst ist. Dichtung und Musik spielen nicht
nur bei den Themen und im Produktionsprozess eine
Rolle, sie fließen auch unmittelbar in die Struktur der
Bilder ein. Immer wieder finden sich Schrift und ganze
Texte in den Bildkörper eingebunden. Sie tauchen
aus der Tiefe des Bildraumes auf oder überziehen als
bildkonstituierende Struktur die Fläche. Gerade wenn
Tschauner Leinwände zu Büchern zusammenfasst,
drückt sich schon in der Form die enge Beziehung
zur literarischen Tradition aus. Die Musikalität scheint
bestimmend für eine ungeheuere emotionale Bandbreite
in der Linienführung wie der Farbigkeit zwischen
ganz zarten, verhaltenen Tönen und einer vielstimmigkräftigen
Orchestrierung. Es ist die Verbindung zu
dem nie zur Ruhe kommenden Rhythmus des Lebens,
den das Schaffen Gisela Tschauners vorantreibt.
GISELA TSCHAUNER
Biografie und Ausstellungen (Auswahl)
| 1939 |
in Schlesien geboren |
| 1960-1963 |
Studium der Pädagogik, Bonn; Lehrtätigkeit |
| 1981-1982 |
Studium der Freien Kunst, FH Köln |
| Seit 1982 |
Ausstellungstätigkeit |
| 1986 |
VIII. Internationale Grafik-Triennale Frechen |
| 1987 |
1. Rheinkunsttriennale Frechen |
| 1989 |
Rathaus Frechen |
| 1990 |
IX. Internationale Grafik-Triennale Frechen |
| 1993 |
Galerie H. M. Theißen am Ludwig-Forum, Aachen
“Das Recht, ein Mensch zu sein”
Amnesty International (Gruppe 1604) |
| 1995 |
Ausstellung in der Stadtbücherei Köln-Ehrenfeld
Retrospektive
“30 Jahre Künstler im Kunstverein Frechen e.V.” |
| 1996 |
XI. Internationale Grafik-Triennale Frechen |
| 1999 |
XII. Internationale Grafik-Triennale Frechen |
| 2000 |
Einzelausstellung Kirche Horrem
“Freude in der Dunkelheit” (Hommage à Bach)
Jahresgaben Kunstverein Frechen e.V. |
| 2001 |
Inter Art Galerie Reich, Köln
“Kunst ohne Grenzen” Winterausstellung |
| 2002 |
Einzelausstellung Christuskirche Königsdorf
“Babylon” (Grafiken) |
| 2003 |
Michaeliskirche, Eberbach/Neckar |
| 2004 |
Kulturzentrum Kapfenberg, Österreich
Grube Carl, Frechen |
| 2005 |
Kloster Knechtsteden “Stille“, Dormagen
Forum Wasserturm “Der andere Blick“, Meerbusch |
| 2006 |
Handwerkskammer Düsseldorf “Scharf am Ball“ |
| 2007 |
Domäne Schloß Brake “Verschärft“, Lemgo |
| 2008 |
5. Editionale Köln
GEDOK “Farbe bekennen“ OLG Köln
Galerie Kunsthandel Pia Esch-Renner, Frechen
“SCHRIFTKUNST“ |
| 2009 |
Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln
10 Jahre Editionale |
XV. DEUTSCHE INTERNATIONALE GRAFIK-TRIENNALE FRECHEN 2008

DER LAUFENDE HUND
Mitglieder des Frechener Kunstvereins stellen aus

Download Poster (PDF)
Ausstellungsdauer:
17. Februar - 09. März 2008
Eröffnung:
Sonntag, 17. Februar 2008, 15 Uhr
Grußwort der Stadt Frechen:
Jürgen Uttecht, Beigeordneter der Stadt Frechen
Begrüßung:
Helmut Kesberg, 1. Vorsitzender des Kunstverein zu Frechen e.V.
Öffnungszeiten:
Donnerstag bis Sonntag 15 -18 Uhr,
Eintritt frei
Ort:
Grube Carl - Alte Werkstatt, Von-Klespe-Str. 1, Frechen
Zufahrt über alte Landstraße, ehemals Rosenhügel
Eine Wegbeschreibung finden Sie hier.
Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Kunstverein zu Frechen e.V. statt.
Wir danken der Stadtentwicklungsgesellschaft Frechen mbH für die freundliche Unterstützung.
Teilnehmerliste "DER LAUFENDE HUND"
Reinhard Adam, Pulheim - Malerei
Angelika Ahrens, Frechen - Malerei
Anne Bölling-Ahrens, Frechen - Holzschnitt
Uschca Calles, Frechen - Tonmontage
Edith Dahm, Frechen - Collage
Utta Decker, Frechen - Zeichnung
Nathaly Deges, Frechen - Malerei
Dietrun Heide Diels, Frechen - Keramik
Dr. Johannes Ewers, Pulheim - Materialbild
Monika Gimborn-Jochum, Köln - Objekte
Olaf Höhnen, Frechen - Skulptur
Annette Jach, Frechen - Malerei, Zeichnung
Brigitte Kempers, Köln - Fotografie
Helmut Kesberg, Köln - Holzschnitt
Angelika Kissing, Frechen - Keramik
Michael Krüger, Frechen - Malerei
Sabine Krüger, Frechen - Malerei
Virginia Linnemann, Köln - Objekte
Leopold Peer, Bedurg - Malerei, Skulptur
Anneli Peske, Pulheim - Malerei, Skulptur
Sabine Puschmann-Diegel, Frechen - Keramik
Jonas Reinecke, Pulheim - Fotografie
Klaus Reinecke, Pulheim - Malerei
Roswitha Ritterbach, Frechen - Objekt
Mechthild Roth-Reinecke, Pulheim - Fotografie
Ingrid Scheller, Köln - Plastik
Marieluise Schmitz-Helbig, Frechen - Skulptur
Angelika Schneeberger, Köln - Malerei
Theresia Schüppel, Frechen - Malerei
Maria Segschneider, Frechen - Malerei
Karola Stix, Frechen - Malerei
Gisela Tschauner, Frechen - Leinwandbücher
Elisabeth Vix, Frechen - Keramik
Elizabeth Weckes, Frechen - Malerei
Barbara Wegner, Köln - Malerei
Veronika Wiesner, Frechen - Malerei
Bele Wolf-Calles, Frechen - Objekte
Elena Zibler, Frechen - Malerei
38 Künstlerinnen und Künstler zeigen ihre höchst unterschiedlichen Arbeiten in einer Ausstellung mit dem leicht kryptischen Titel "Der laufende Hund". Der Titel bezieht sich nicht etwa auf ein gemeinsames Thema, sondern auf die Ausstellungskonzeption, die vorsieht, jedem Teilnehmer einen Sockel in den Maßen 50 x 50 cm (Höhe variabel) zur Präsentation seiner Arbeiten zur Verfügung zu stellen. Der Betrachter sieht sich einem Stelenwald gegenüber und wird sich seinen Weg nach eigenem Gutdünken und persönlichen Vorlieben (immer der Nase nach), zwischen den 38 Sockeln "mäandernd", durch die Ausstellung bahnen. Die andere Gemeinsamkeit der Ausstellenden ist, dass alle im Frechener Kunstverein Mitglied sind. Die Ausstellung bietet mit 38 Positionen einen einmaligen, repräsentativen Einblick in das künstlerische Schaffen der Region. Es ist alles dabei: Malerei, Grafik, Objekt, Skulptur, Keramik, Zeichnung, Fotografie - bekannte Künstler und Neuentdeckungen geben sich ein Stelldichein in dieser umfassenden Schau, mit der sich die Alte Werkstatt als Ausstellungshalle vom Publikum verabschiedet.
SUZANNE BRECHT / BETTINA ZETTELMEIER

"Von Fußgängern und Fahrzeugen…"
Ausstellung: Suzanne Brecht (Objekte) - Bettina Zettelmeier (Malerei)
Die Ausstellung präsentiert zwei Künstlerinnen aus Köln: die Malerin Bettina Zettelmeier (geb. 1960) und die Bildhauerin Suzanne Brecht (geb. 1954).
Ausstellungsdauer: 19. August - 16. September 2007
Ort: Alte Werkstatt der Grube Carl, Frechen.
Eröffnung: Sonntag, 19. August, 15 Uhr
Grusswort: Jürgen Uttecht, Beigeordneter der Stadt Frechen
Einführung: Sabine Müller, Geschäftsführerin Kunstverein zu Frechen e.V.
Adresse:
Alte Werkstatt der Grube Carl
Von-Klespe-Str. 1,
50226 Frechen
Eine Wegbeschreibung finden Sie hier.
Öffnungszeiten: Mittwoch - Sonntag 15 - 18 Uhr,
Montag/Dienstag geschlossen
Eintritt frei.

Unterschiedliche Gruppen von Passanten, Museumsbesuchern oder Menschen am Strand, die in ihren zufälligen Konstellationen festgehalten werden, bilden den Ausgangspunkt der Kompositionen von Bettina Zettelmeier. Dabei wird durch die weitgehende Auflösung des Farbauftrags die Figur abstrahiert und in eine Bildstruktur eingebunden, die zeitliche und örtliche Bewegungsabläufe ins Malerische überträgt.
Die Konstruktionen von Suzanne Brecht sind allesamt Bewegungsobjekte: der Schwarze und der Weiße Wagen mit ihren dünnen Speichenrädern, beide aus Eisen, Schiefer und Holz…Segel, die mit Kurbeln und Wippen in Gang gesetzt werden…ein käferartiges Fahrzeug mit rotierenden Scheiben. Zusätzlich präsentiert die Künstlerin Collagen aus Büchern, die sie in Antiquaren aufstöbert und stellt erstmals ihre 24-teilige Serie "Geschlossene Gesellschaft" vor.
Bettina Zettelmeier
1960: geboren in Bonn
1979 - 1987: Kunststudium an der Kunstakademie Münster
1982 - 1983: Stipendium, Ecole des Beaux-Arts, Avignon
1987: Meisterschülerin bei Prof. H.-J. Kuhna
seit 1992: Tätigkeit am Aloisiuskolleg
Suzanne Brecht
1954: geboren in Köln
1975 - 1982: Kunststudium an der FH Kunst und Design
1981: Preisträger Druckgraphik Leasing AG / Frankfurt
1982 - 1986: Studium am Pratt-Graphics-Center, New York
1986 - 1989: Studium an der Art Students League, New York, NY
1987: Recipient Merit Scholarship - New York, NY
1995: Recipient Full Fellowship Vermont Studio Center - Vermont
LEOPOLD PEER

Die Ausstellung mit über 50 Werken des Malers und Grafikers Leopold Peer (geb. 1941) in der wunderschönen Ausstellungshalle "Alte Werkstatt" auf Grube Carl in Frechen ist noch bis zum 17. Juni zu sehen. Der Bedburger Künstler, von dem auch das große Wandbild im Sitzungssaal des Kreishauses in Bergheim stammt, wurde 1987 mit dem Rheinischen Kunstpreis und 2006 mit dem Kulturpreis des Rhein-Erft-Kreises ausgezeichnet. Die retrospektiv angelegte Ausstellung zeigt das breite Spektrum seiner Arbeiten aus den letzten zwanzig Jahren: Zeichnung, Radierung, Gouache, aber vor allem natürlich Ölmalerei auf Leinwand vom intimen bis zum wandsprengend übergroßen Format. Dem Plastiker Leopold Peer werden die meisten hier zum ersten Mal begegnen.
Welches Material oder welches Sujet - Landschaft, Stillleben, Akte - sich Peer auch vornimmt, immer brilliert er mit einer außerordentlich ausgefeilten, meisterlichen Technik, mit der er einfache Dinge wie Baum, Stein, Muscheln oder ein klassisches Portrait mit einer hyperrealistischen Genauigkeit nachzeichnet, die den Gesamteindruck in die Nähe des Magischen und Surrealen rückt. Peers Stillleben sind nicht einfach nur Stillleben, seine Landschaften nicht einfach nur Landschaften, sondern von einer feinen, rätselhaften Symbolik durchdrungene Metaphern für Schönheit und Vergänglichkeit.
Die Einführungrede von Helmut Kesberg sowie die Preisliste der ausgestellten Werke können als PDF-Dateien heruntergeladen werden.
Ausstellungsdauer: 20. Mai - 17. Juni 2007
Ort: Alte Werkstatt der Grube Carl, Frechen.
Grusswort: Jürgen Uttecht, Beigeordneter der Stadt Frechen
Einführung: Helmut Kesberg, 1. Vorsitzender des Kunstvereins zu Frechen e.V.
Adresse:
Alte Werkstatt der Grube Carl
Von-Klespe-Str. 1,
50226 Frechen
Eine Wegbeschreibung finden Sie hier.
Öffnungszeiten: Mittwoch - Sonntag 15 - 18 Uhr,
Montag/Dienstag geschlossen
auch Fronleichnam von 15-18 Uhr geöffnet!
Eintritt frei
KLANGINSTALLATION
ANNEBARBE KAU
27.08. - 24.09.2006

Anlässlich der Ausstellung flüstern hat Annebarbe Kau eine raumfüllende Klanginstallation entwickelt, die vom Besucher beim Durchschreiten ganz unterschiedlich wahrgenommen werden kann. Zum Mitspieler wird der Aufführungsort selbst mit seiner außergewöhnlichen akustischen und räumlichen Situation. Die besonderen Bedingungen vor Ort - der starke Hall, der für gewöhnlich eher als störend und irritierend empfunden wird, die langgestreckte Ausdehnung der Halle - werden zu wesentlichen Bestandteilen der Arbeit und ihres Erlebens.
Annebarbe Kau geht es um die Mechanismen unserer Wahrnehmung. Insofern wird dem Sehsinn keine Priorität eingeräumt, sondern die Beteiligung aller Sinne wird vorausgesetzt. Bild und Ton sind gleichwertig. Selbst das für die Klanginstallation notwendige technische Material - Lautsprecher und Kabel - wird nicht nach rein technischen, sondern auch nach optischen Kriterien ausgewählt und arrangiert. Die Tonspur selbst hat viele bildnerische Komponenten. Z.B. können Geräusche räumlich erlebt werden, so dass man sie auf dieser Ebene als Klangzeichnungen im Raum erfassen kann.

Nicht nur weil es sich bei der Tonspur um eine bestimmte, von Annebarbe Kau aufgezeichnete und im Tonstudio bearbeitete, eigens für diese Ausstellung geschaffene Komposition handelt, wird die Klanginstallation in der Alten Werkstatt der ehemaligen Frechener Brikettfabrik einmalig sein und sich an keinem anderen Ort wiederholen lassen. Eine andere räumliche Situation würde das akustische und optische - mit einem Wort sinnliche - Erleben insgesamt verändern.
Parallel findet in einem Nebenraum die Uraufführung des neu entstandenen Videobandes "Pool" statt. Ergänzt wird die Ausstellung durch Objekte und Papierarbeiten.
Zur Finissage am 24. September erscheint eine 20-seitige Dokumentation.
ANNEBARBE KAU
geboren 1958 in Ratingen.
Lebt und arbeitet in Köln.
AUSSTELLUNGEN (Auswahl)
| 1999 |
Stadt Kunst Bonn, Beitrag des Kunstmuseum Bonn
Exit, Videotapes, Chisenhale Gallery, London
Hallo, Galerie Gabriele Rivet, Köln (E)
Kabinett der Kunsthalle zu Kiel (E)
|
| 2000 |
Kunstbaden, Kunst im öffentlichen Raum, Wiesbaden
Annebarbe Kau, Pat Sweetow Gallery, San Francisco (E)
Artist in Residence Program, Galerie International Art Village Akiyoshidai, Japan (E)
|
| 2001 |
10 Jahre Videokunstförderpreis Bremen
Orange+, Galerie Gabriele Rivet, Köln (E)
|
| 2002 |
Honerather Skulpturensymposion, Eifel |
| 2003 |
Mit allen Wassern gewaschen, Stadtmuseum Oldenburg
etwas neues, Literaturhaus Köln (E)
|
| 2004 |
Medium Medien, Kunstverein Kunsthalle Lingen
Privatgrün, Fuhrwerkswaage Köln
gerade um die Kurve, Galerie Gabriele Rivet (E)
|
| 2005 |
Rose, Vorgebirgspark Skulptur Köln
Dr. Dormagen-Guffanti-Stipendium Köln (E)
|
| 2006 |
HerderRaumfürKunst, Köln (E) |
Arbeiten in öffentlichen Sammlungen
artothek Köln; Bonner Kunstmuseum; Folkwang-Museum Essen; Goethe-Institut, München; Musée d´Art Contemporain de Montréal, Kanada; Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe u.a.
Eröffnung
Sonntag, 27. August 2006, 15.00 Uhr
Es sprechen
- Helmut Kesberg, 1. Vorsitzender des Kunstvereins zu Frechen e.V.
- Hans-Willi Meier, Bürgermeister der Stadt Frechen
- Lothar Altringer, Rheinisches LandesMuseum Bonn des LVR
Adresse
Alte Werkstatt der Grube Carl
Von-Klespe-Str. 1,
50226 Frechen
Eine Wegbeschreibung finden Sie hier.
Öffnungszeiten
Mittwoch - Sonntag 15 - 18 Uhr,
Montag/Dienstag geschlossen
Eintritt frei
Finissage
Sonntag, 24. September 2006, 15.00 - 18.00 Uhr
Dokumentation
Zur Finissage erscheint eine Dokumentation der Ausstellung
AUSSTELLUNG
BRIGITTE REINERT
21.05. - 18.06.2006

Plakatabb.:
Abendgesesellschaft, 1972
Öl auf Leinwand, 100 x 160 cm
In Malerei und Zeichnung setzt Brigitte Reinert Alltagskonflikte scharf ins Bild und durchleuchtet ihre untergründige Dramatik. Oft sind es scheinbar einfache Szenen - Begegnungen, Gespräche, gemeinsame Mahlzeiten, Festlichkeiten. Die hinter der Harmlosigkeit liegenden Ängste, Sehnsüchte und Enttäuschungen vermitteln sich vor allem dem zweiten, genaueren Blick.
Brigitte Reinerts Werke fesseln den Blick des Betrachters unmittelbar. In den 70er Jahren sind es große Formate, in denen mit souveränem Pinselstrich Gestik und Mimik und die Stofflichkeit der Gegenstände prägnant festgehalten werden. Kleider, Früchte, Blumen versprühen einen verführerischen Reiz. Die Brüchigkeit des schönen Scheins aber wird offenbar etwa im Blickkontakt mit harten, gelangweilten Augen unter schweren Lidern ("Abendgesellschaft", 1972), im stummen Nebeneinander von Herz-Jesu-Bild, Fernseher und Porzellanelefant ("Die Braut", 1971, o. Abb.), in der müden, vielleicht auch abwehrenden oder drohenden Hand an der Stirn ("Selbstporträt in Zornesrot", 1975). Rituale enttarnen sich als Zwänge, Verletzungen drängen an die Oberfläche.

Selbstporträt in Zornesrot, 1975,
Öl auf Leinwand, 80 x 70 cm
In den 80er Jahren ändern sich die künstlerischen Verfahren, nicht aber die Themen. Erreichte Brigitte Reinert bis dahin einen brillanten Realismus oft nach fotografischen Vorlagen, entwickelt sie, angeregt durch Erfahrungen mit bewegten Bildern im Theater und im Fernsehen, eine spontane zeichnerische Arbeitsweise. Sie hält äußere Bewegungen fest und lässt durch Fragmentieren, Verzerren, Überlagern innere Haltungen und Gefühle aufscheinen. Es sind komplexe Gefühle. Manche reichen in die Kindheit zurück, wo soziale Spielregeln unverstanden beobachtet und erlitten werden, andere spiegeln die Widersprüchlichkeit im Verhältnis der Geschlechter oder die nicht einlösbaren Versprechungen der Werbewelt ("Fit bleiben", 1985).
Mit der Technik der Collage, der gezeichneten oder tatsächlich geklebten Verbindung von verschiedenen Bildelementen und Realitätsebenen, erobert Brigitte Reinert für sich ein unerschöpfliches Bild- und Ausdrucksreservoir, das der Surrealismus erstmals für die Kunst fruchtbar machte.
 |
 |
Fit bleiben, 1985
Mischtechnik Collage, 125 x 80 cm |
Puppenspiel, 1999
Bleistift und Wachskreide auf Papier, 30 x 21 cm |
Träume, Erinnerungen, Assoziationen unterlaufen die rationale Bildplanung und verdichten unterschwellige Bedeutungen. Der Titel "Die Gedanken sind frei wie nächtliche Schatten", den Brigitte Reinert dieser Ausstellung gegeben hat, bezieht sich vor allem auf diese assoziative Freiheit ihrer künstlerischen Kombinatorik und die dunklen Seiten des Lebens, die sie damit sichtbar macht.
Eine eigenwillige ästhetische Intensität ihrer Arbeit erreicht Brigitte Reinert durch das Ausschneiden von Zeichnungen. Losgelöst von Bildformat und Rahmen bekommen sie eigenständigen Objektcharakter und treten dem Betrachter lebendig und "ungeschützt", wie die Künstlerin sagt, gegenüber.
Bewegung ist auch das wesentliche Moment bei den Zeichnungen vor dem laufenden Fernseher. Blind überträgt die zeichnende Hand Splitter des im Film Gesehenen und befördert zugleich das parallel dazu im Unbewussten ablaufende Geschehen ("Puppenspiel", 1999). Bis heute entstehen solche Blätter von rätselhafter und abgründiger Schönheit, die im Betrachter ein tiefes Echo auslösen.
Text: Dr. Jenny Graf-Bicher
BRIGITTE REINERT
Biografie und Ausstellungen (Auswahl)
| 1945 |
in Frechen geboren |
| 1965-67 |
Studium an den Kölner Werkschulen bei Dieter Kraemer |
| 1967-71 |
Studium an der Kunstakademie Karlsruhe bei Prof. Klaus Arnold und Prof. Fritz Klemm |
| 1971-79 |
Lehrtätigkeit im Schuldienst |
| 1972 |
erste Einzelausstellung, Galerie Art Intermedia, Köln |
| 1973 |
Mitbegründung einer Ateliergemeinschaft mit Erwachsenenbildung "Dorfschule Meschenich" in Köln-Meschenich, dort mehrere Ausstellungen |
| 1973/74 |
Beteiligung an der Jahresausstellung des Deutschen Künstlerbundes e.V., Berlin |
| 1976 |
"Zwei Frauen - zwei Generationen"
Doppelausstellung im Haus der VHS, Bergheim
Einzelausstellung, Sandkorn-Galerie, Karlsruhe |
| 1977 |
"Alltagswirklichkeiten"
Doppelausstellung im Kreishaus, Hürth
Beteiligung an der Bundesausstellung des BBK, Stuttgart
Beteiligung an der Landesausstellung des BBK, Essen-Gruga |
| 1979 |
"Romantik heute"
Gruppenausstellung, Hahnentorburg, Köln |
| 1982 |
Beginn der TV-Zeichnungen "Möglichkeiten von Wirklichkeit"
Gruppenausstellung, Künstlerhaus-Galerie, Karlsruhe |
| 1984 |
"Utopia"
Gruppenausstellung im Frauen-Museum Bonn |
| 1985 |
"Fahrrad"
Gruppenausstellung, Kunstverein Karlsruhe
"Hauptsache, dass die Familie zusammen isst",
Rauminstallation zum Frauenfilmfestival "Feminale" Köln |
| 1986 |
"König Ubu"
Gruppenausstellung im Theater Kefka, Köln
Einzelausstellung, Städtische Galerie, Wesseling |
| 1986-03 |
Porträts von Bürgermeistern und Ehrenbürgern für die Stadt Wesseling |
| seit 1990 |
Lehr- und Vortragstätigkeit in der Erwachsenenbildung |
| 1994 |
"Alltagskultur der 50er Jahre"
Leitung des Ausstellungsprojekts im Stadtsaal Frechen
"Zwischen den Welten"
Gruppenausstellung im Kreishaus Bergheim anlässlich der Frauenkulturtage im Rhein-Erft-Kreis |
| 2000 |
"Annäherung an Mecklenburg"
Einzelausstellung im Fritz-Reuter-Museum Stavenhagen |
| 2001 |
Jahresgaben, Kunstverein zu Frechen e.V. |
| 2005 |
Jahresgaben, Kunstverein zu Frechen e.V. |
Wir danken für die freundliche Unterstützung:
Stadtentwicklungsgesellschaft Frechen mbH
und Ristorante Pizzeria Bella Italia
XIV. Deutsche Internationale Grafik-Triennale Frechen 2005
28.08. - 09.10.2005
in der Alten Werkstatt der Grube Carl, Alte Landstraße, Frechen

Junge Grafik
Als Quintessenz aus 410 Bewerbungen will die XIV. Deutsche Internationale Grafik-Triennale 2005 mit einer Auswahl von 40 Künstlerinnen und Künstlern aus 11 Ländern (Argentinien, Deutschland, Estland, Finnland, Japan, Mexiko, Norwergen, Österreich, Schweden, Südkorea, USA) einen repräsentativen Eindruck davon vermitteln, was junge Grafik heute auszeichnet
Bei der Grafik-Triennale 2005 wurde erstmalig eine Altersbeschränkung eingeführt. Damit reagieren die Veranstalter, Kunstverein zu Frechen e.V. und die Stadt Frechen, auf die jüngsten Entwicklungen. Nach Jahren der Zurückhaltung lässt sich gerade bei den jungen Künstlerinnen und Künstlern wieder ein wachsendes Interesse an den druckgrafischen Techniken feststellen. Die Grafik ist im Kommen! Gerade weil die Druckgrafik heute weniger als Reproduktionsmedium, sondern als eigenständige Ausdrucksform begriffen wird, wächst ihr künstlerischer Stellenwert. Bevorzugt werden kleine Auflagen, Serien oder Werkgruppen, in denen verschiedene Variationen durchgespielt werden, angeboten. Nicht selten bleibt es trotz der zur Vervielfältigung geeigneten Technik bei einem Unikat. Andererseits werden gerne mehrere Techniken auf ein und demselben Blatt kombiniert.
Der Zugang zur Druckgrafik erschließt sich über ihre experimentelle Bandbreite und ihre sinnlich-haptischen Qualitäten. Gerade dort, wo sich neue Trends und Tendenzen zu allererst bemerkbar machen, an den Akademien und Hochschulen, stoßen die besonderen Eigenschaften der Druckgrafik wieder auf große Aufgeschlossenheit. Die junge Künstlergeneration entdeckt die Grafik neu und vorbehaltlos.
Preisträger
Von der RWE Power AG (1. und 3. Preis) und der Quarzwerke GmbH (2. Preis) wurden drei Preise gestiftet, die anlässlich der Eröffnung am 28.08.2005 überreicht werden.
1. Preis (2.500 €) Saskia Schultz, geb. 1978, lebt in Stuttgart
2. Preis (1.500 €) Patrick Niemann, geb. 1976, lebt in Bonn
3. Preis (1.000 €) Darío Ramírez, geb. 1978, lebt in México City
Die PreisträgerInnen wie auch die Auswahl der Exponate wurden von einer Zulassungsjury ermittelt. Die Jury setzte sich wie folgt zusammen:
| Herbert Eichhorn M.A. |
|
Direktor Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen |
| Dr. Jenny Graf-Bicher |
|
Stellv. Vorsitzende Kunstverein Frechen |
| Professor Bettina van Haaren |
|
Universität Dortmund |
| Dr. Georg Imdahl |
|
Kölner Stadt-Anzeiger |
| Professor Udo Scheel |
|
Rektor Kunstakademie Münster |
Katalog
Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, mit Farbabbildungen sämtlicher Exponate, Biographien der ausstellenden Künstlerinnen und Künstler und Textbeiträgen zu den Preisträgern, deutsch/englisch, 132 Seiten, 15 € (Mitglieder des Kunstvereins10 € )
2. Frechener Kulturfest im Keramiongarten
Sonntag, 26. Juni 2005, freier Eintritt
Keramion, Bonnstr. 12, Frechen

Schülerwettbewerb
"Elefanten im Porzellanladen"
Preisverleihung: 26. Juni 2005, 11.30 Uhr
durch den Bürgermeister der Stadt Frechen
Über 230 Frechener Schülerinnen und Schüler haben sich an dem Wettbewerb des Frechener Kunstvereins zum Thema Druckgrafik beteiligt. Während die jüngeren Kinder den guten alten Kartoffeldruck fantasievoll auf Materialien wie Wattestäbchen oder Blätter ausgeweitet haben, üben sich die älteren mit Ausdauer und Geschick an Linolschnitt, Radierung und Co. Die besten Arbeiten werden anlässlich des 2. Frecherner Kulturfestes im Keramion ausgestellt und prämiert. Das Kulturfest bietet darüber hinaus den ganzen Tag lang (11-17 Uhr) ein umfangreiches Programm mit Musik, Kunst, Theater, Film, Chor, Puppentheater, Lesung, Führungen, Kreativangeboten für Kinder und natürlich Essen und Trinken. Keramion, Bonnstr. 12, Frechen.
Für die Stiftung der Preise und Unterstützung darüber hinaus danken wir den Sponsoren:
Juwelier Esch, Farben Moersch, Schmitz "Blumen und mehr", Schuhhaus Nagel, Betten Tjong-Ayong, Spielwaren Carrié, Photo Porst, Rathausbuchhandlung, Juwelier Wallraf, Metzgerei Günter Wallraf, Hirsch Apotheke, "chimpanzoDrome" Kletter- und Boulderhalle, Buresch Busreisen, Bürobedarf Dohmen, CBS-Copyshop, Metzgerei Wiegand, Bäckerei Halver, Café Kremer, Spedition Hinrichs, Teamsport, Eisdiele Café Portofino, "Der Holländer" Obst und Gemüse, Bauhaus GmbH & Co.KG, Bäderbetriebe der Stadt Frechen, Buchhandlung Antiquariat Brauns, Buchbinderei Tilman Brauns.
Kunst auf Carl
Gerda und Peter Nettesheim
Skulptur - Bewegung - Klang
vom 12. September - 10. Oktober 2004
in der Alten Werkstatt der Grube Carl in Frechen.
Eröffnung:
- Sonntag, 12. September 2004, 11 Uhr
Begrüßung:
- Hans-Willi Meier, Bürgermeister der Stadt Frechen
Einführung:
- Helmut Kesberg, 1. Vorsitzender Kunstverein Frechen
Klangperformance:
- Gerda Nettesheim
Zur Ausstellung
Die figurativen, teilweise bemalten Holzskulpturen von Peter Nettesheim
und die ebenfalls aus Holz gestalteten, bespielbaren Klangobjekte
von Gerda Nettesheim stellen nicht nur untereinander und zum Betrachter,
sondern auch zum spannenden Gelände der ehemaligen Brikettfabrik Grube
Carl neue Bezüge voller Bewegung und Aktion her.
Gerda Nettesheim
| 1947 |
in Troisdorf geboren |
| 1970 |
Examen in Musik an der Musikhochschule, Köln
Musikwissenschaft, TH Aachen, Uni Köln |
| 1972 |
Examen in Philosophie an der TH Aachen, Uni Köln; Schuldienst |
| 1980 |
Examen in Kunst an der Uni Siegen; Kunstgeschichte Uni Siegen;
freischaffende Arbeit
Klangobjekte, Klanginstallationen, Klangperformance, Graphik,
Photographie.
Lebt und arbeitet in Köln.
|

Gerda Nettesheim,
Klanginstallation "stop and go",
Holz, Metallteile
"Meine Klangskulpturen entstehen als Auseinandersetzung in den
Bereichen Plastik und Musik. Sie sind veranlasst durch ein Bedürfnis
nach elementarer Klangerfahrung und experimenteller Musik. Bei meiner
bildhauerischen Arbeit sind die plastisch-räumlichen Konzeptionen
und die beabsichtigten Klangqualitäten wesentlich für das endgültige
Erscheinungsbild meiner Arbeiten."
Gerda Nettesheim, Katalog "frau vor ort", 2002, Gedok Köln/Bonn
Peter Nettesheim
| 1945 |
geboren in Neunkirchen, Siegkreis |
| 1964-65 |
Studium der Kunstgeschichte an der Universität Köln |
| 1965-69 |
Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf bei
Prof. Karl Bobek |
| 1969 |
1. Staatsexamen Kunsterziehung |
| 1971-73 |
Lehrauftrag für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf |
| 1973-75 |
Kunsterzieher an Kölner Schulen |
| 1975 |
Lehrtätigkeit an der Universität GH Siegen, Fachbereich 4 |
| 1981 |
Förderpreis des Kulturkreises im Bund der deutschen Industrie |
| 1983 |
Förderpreis zum großen Kunstpreis Berlin
Lebt und arbeitet in Köln. |

Peter Nettesheim, Bohrer, 1999, Robinienholz
"Im Zeitalter der bewegten Bilder und der computeranimierten
Cyberwelt mit virtuellen, dreidimensionalen menschlichen Figuren überraschen
die menschengroßen und teilweise kolorierten Holzfiguren des Künstlers
in mehrfacher Hinsicht. Nicht virtuell, sondern real stehen dem Betrachter
massive, grob bearbeitete Skulpturen gegenüber, die er nicht auf den
ersten flüchtigen Blick als solche identifiziert – als ob da Menschen
ganz zufällig ihrem Alltagsgeschäft nachgehen, so scheint es. Erst
ein weiterer vergewissender Blick klärt auf, dass es nicht Wesen aus
Fleisch und Blut sind, die da posieren, sondern Artefakte, Holzfiguren
aus Robinienholz, Pappelholz oder anderen Hölzern."
Emmanuel van Stein, Katalog "Einblicke R(h)einblicke", Historischer
Schloßpark Köln-Stammheim, 2002
Öffnungszeiten
Di -Sa 15 -18 Uhr
So 11 -16 Uhr
Anfahrt Grube Carl über die B 264 (Holzstraße),
Neuer Weg, Dürener Straße bis zum Kreisel, von dort aus der Beschilderung
folgen.
Wir danken für die freundliche Unterstützung
Stadtentwicklungsgesellschaft Frechen mbH
Ristorante La Piazza da'Franco
Bäckerei Café Halver
Kunst auf Carl
Der Kunstverein zu Frechen e.V. präsentiert Arbeiten aus Frechener
Ateliers
vom 07. - 28. März 2004
in der Alten Werkstatt der Grube Carl in Frechen.
Angelika Kissing
Christof Knapp
Roswitha Ritterbach
Ingrid Scheller
Gisela Tschauner
Malerei Skulptur Installation
Eröffnung
Sonntag, 7. März 2004, 11.30 Uhr
Begrüßung
- Hans-Willi Meier, Bürgermeister der Stadt Frechen
- Helmut Kesberg, 1. Vorsitzender Kunstverein Frechen
Einführung
- Dr. Jenny Graf-Bicher, Stellvertretende Vorsitzende Kunstverein
Frechen
Öffnungszeiten
Di - Sa 15 - 18 Uhr
So 11 - 16 Uhr
Finissage
Sonntag, 28. März 2004, 11.30 Uhr
Frühschoppen auf Carl
Livemusik mit der Gruppe JAzZoforte aus Düsseldorf
Anfahrt Grube Carl über die B 264 (Holzstraße),
nach Überquerung der "Hubert-Prott-Straße" rechts
in die Straße "Neuer Weg" bis zum Ende, links in die
"Dürener Straße" einbiegen, am Kreisel rechts
in die Straße "Zur Grube Carl", dann die 2. Straße
wieder rechts ("Zum Bellerhammer"), wieder rechts in die
"Alte Landstraße" bis zum Ende fahren, Einfahrt zur
"Grube Carl" durch das Tor auf der rechten Seite.
Wir danken für die freundliche Unterstützung
Stadtentwicklungsgesellschaft Frechen mbH
Ratskeller Brauhaus
Bäckerei Café Halver
Zur Ausstellung
Drei Malerinnen, eine Bildhauerin und ein Bildhauer geben einen Eindruck
von der aktuellen künstlerischen Produktion in Frechener Ateliers.
In der Beschränkung auf fünf Positionen sollen - in der
schönen Ausstellungshalle auf Grube Carl, einer restaurierten
Industriearchitektur mit großzügigen Raumproportionen und
hervorragenden Lichtverhältnissen - optimale Bedingungen für
jede einzelne Arbeit geschaffen werden. Eigenständige Charaktere
verbinden sich zu einem vielstimmgen Zusammenklang.
Angelika Kissing, geb. 1945 in Bodmann am See
Angelika Kissing hat von 1992-95 bei Prof. Crumbiegel im Fachbereich
Keramik Design an der Fachhochschule Krefeld studiert. Sie geht von
der geometrischen Form aus, die sie durch Addition, Schichtung, Durchdringung
zu abstrakten Skulpturen zusammenfügt. In der Montagetechnik
werden unterschiedliche strukturelle Elemente miteinander in Beziehung
gesetzt, deren Form, Farbe und haptische Qualität sehr sensibel
auf die Veränderungen des Lichts reagieren.
Auf Carl stellt sie drei Werkgruppen vor. Eigens für die Ausstellung
entstanden ist eine Reihe komplexer, an Hausformen erinnernde Skulpturen
mit einer für Angelika Kissing ganz neuen, intensiven Farbigkeit
sowie eine in den Raum aufragende Bodenskulptur, deren rasterartige
Vertiefungen dem Spiel von Licht und Schatten eine lebendige Oberfläche
bieten.

Angelika Kissing: Haus, 2004, 30 x 72 x 42 cm, Keramik
Angelika Kissing lebt in Frechen und hat vor kurzem ein eigenes Atelier
in der Kölner Straße Nr. 180 in Frechen bezogen (im selben
Gebäude, in dem auch Ingrid Scheller und Gisela Tschauner ihre
Ateliers haben). Seit einiger Zeit arbeitet sie an der VHS Frechen
als Dozentin für Keramik. In Frechen waren bereits 1988 (St.
Hildebold, Frechen-Königsdorf), 1996 (Keramikmuseum Frechen)
und 2003 (Alt-St.Ulrich, Frechen-Buschbell) Einzelausstellungen von
ihr zu sehen.
Christof Knapp, geb. 1973 in Osnabrück
Christof Knapp hat von 1993-99 an der Universität Gesamtschule
Siegen Kunst mit dem Schwerpunkt Plastik bei Peter Nettesheim und
Professor Sauer studiert. Charakteristisch für seine Arbeiten
ist ihre große Mobilität, also die Möglichkeit, die
Art ihrer Aufstellung immer wieder zu verändern und mit der Installation
unmittelbar auf die räumlichen Gegebenheiten reagieren zu können.
Bevorzugtes Material ist Holz, das er mit Hilfe von Maschinen - Kettensäge,
Band- oder Kreissäge - bearbeitet. Bei der Arbeit "Holzmeer"
(2003) tragen Farbigkeit und Struktur des Pappelholzes wesentlich
zur Wirkung bei; bei der anderen großen Installation in der
Ausstellung wird dagegen eine signalhafte farbige Bemalung vorgenommen,
die den objekthaften Charakter der Einzelelemente betont.

Christof Knapp: Holzmeer, 2003, Pappelholz, variable
Außenmaße,
Höhe ca. 25 cm
Christof Knapp lebt und arbeitet in Frechen und gehört seit
2003 dem Vorstand des Kunstvereins Frechen an. Seine erste Einzelausstellung
hatte er 1999 in der Städtischen Galerie Haus Seel, Siegen. 2003
machte er in der Gruppenausstellung "Raumkontakt" in den
Kunstwerken e.V. in Köln-Deutz auf sich aufmerksam.
Homepage: www.knapp-kunst.de
Roswitha Ritterbach, geb. 1941 in Frechen
Roswitha Ritterbach hat von 1962-65 Pädagogik und Kunsterziehung
in Köln studiert. Jürgen Kisters schreibt im Kölner
Stadt-Anzeiger zur Ausstellung in der Galerie Tam Ueckermann: "Reduziert
auf Schwarz und Weiß und die dazwischen liegenden Nuancen von
Grau, vertraut die Künstlerin auf die Gewißheit, dass die
Einfachheit der Mittel die künstlerische Konzentration mehr fordert
und fördert als alles andere. (...) Roswitha Ritterbach tastet
sich wechselnd ruhig oder aufgeregt, vorsichtig oder unbändig
durch die vielen Möglichkeiten, die mit Pinsel und Tusche auf
Papier zu entfalten sind. (...) Die Blätter wirken tief und verschlossen
wie die Nacht oder weit und offen wie ein heller Tag. Sie erscheinen
flattrig wie schwarze Vögel am Himmel, heimtückisch wie
wässrige Rinnsale oder rätselhaft wie schwankende Äste
im Wind." (09.03.99)

Roswitha Ritterbach, Ohne Titel, 2003,
Tusche auf Papier
Roswitha Ritterbach lebt und arbeitet in Frechen. 2003 zeigte sie
eine umfassende Schau ihrer Arbeiten im Wissenschaftszentrum Bonn,
außerdem hat sie mit einer Installation an der Ausstellung "Das
Wort" in der Katholischen Kirche Christus König in Horrem
teilgenommen.
Ingrid Scheller, geb. 1949 in Oberhausen
Ingrid Scheller hat 1991-95 an der Folkwang-Hochschule Essen Malerei
bei Laszlo Lakner studiert; 1991-97 Studium der Malerei und Aktionskunst
bei Hermann Nitsch. Über ihre Arbeit sagt sie: "Meine Malerei
lässt sich vergleichen mit der Balance des Artisten auf dem Hochseil,
für den es physisch überlebenswichtig ist, Gleichgewicht
zu halten. Zu diesem Akt gehört eine enorme Konzentration - die
gleichzeitig aber auch eine besondere Art der Entspannung ist, Selbst-Vergessenheit
im Tun." Hanna Styrie schreibt in der Kölnischen Rundschau:
"Im In- und Ausland hat sie sich einen Namen gemacht, und ihre
dynamisch-energetischen Farblandschaften waren schon im Europa-Rat
in Straßburg und im Düsseldorfer Landtag zu sehen. (...)
'Ich brauche Schnelligkeit', erzählt Ingrid Scheller, die bisweilen
sogar beidhändig und mit weitaus schwingenden Bewegungen malt
- ein Prozess, der jede Menge Energie verschlingt." (20.11.02)

Ingrid Scheller: O.T. Nr. 245/2003, Acryl auf Metallpack
auf Leinwand,
240 x 420 cm (3-teilig)
Ingrid Scheller lebt in Köln. Seit drei Jahren hat sie ihr Atelier
in der Kölner Str. 180 in Frechen. Sie ist Mitglied im Bundesverband
Bildender Künstler und Bundesfachbeirätin der GEDOK-Deutschland.
Homepage: www.koelnlink.de/Ingridscheller
sowie www.kunstwelt-online.de
Gisela Tschauner, geb. 1939 in Schlesien
Gisela Tschauner hat von 1960-63 an der Pädagogischen Hochschule
Bonn und von 1981-82 Freie Kunst an der FH Köln bei Prof. Kohlscheen-Richter
studiert. "Gisela Tschauners Malerei entsteht aus der unablässigen
Auseinandersetzung mit lebendigen Strukturen, Prozessen und Erfahrungen,
für die bildliche Äqualente gefunden werden. Bewegung ist
daher das vorherrschende Element in ihren Arbeiten. Die den verschiedenen
Farben und Materialien innewohnende Bewegung und die Bewegungsspuren
der malerischen Aktion selbst verbinden sich zu vielschichtigen, pulsierenden
Kompositionen. (...) So farbig, vielgestaltig und komplex die Arbeiten
sind, sie zeugen zumeist von einem Malakt, an dessen Beginn das Schwarz,
an dessen Ende das Weiß steht. Zwischen diesen Polen spielt
sich der kreative Prozess in der Zeit ab." (Jenny Graf-Bicher
im Katalog Gisela Tschauner, Malerei 2001-2002)

Gisela Tschauner: Pflanzen 04/1, Acryl, Öl, Kreide
auf Leinwand,
140 x 260 cm (2-teilig)
Gisela Tschauner lebt und arbeitet in Frechen. Zahlreiche Gruppen-
und Einzelausstellungen, u.a. GEDOK Köln (2001), Werkstatt Galerie
Tam Ueckermann Köln (2003), Evang. Kirche Frechen und Evang.
Christuskirche Frechen-Königsdorf im Rahmen des Ausstellungsprojektes
"Das Wort" (2003).
Internet: www.inter-art.de
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